AKTUELLES


März/April 2022

Bei unseren Steinkäuzen tut sich was. Die ersten Paare beginnen mit der Familienplanung. Wir sind schon alle sehr gespannt wie sich die Brutsaison 2022 im Harzvorland entwickelt. Bis jetzt sieht es gut aus. Drücken wir alle den kleinen Käuzen die Daumen ;-)  

                   Foto: Annette Westermann                                                                                                                          Fotos: Thorsten Klein    

Aufnahme einer Steinkauzpaarung von Thorsten Klein 


 

Tätigkeitsbericht zum Wiederansiedlungsprojekt für den Steinkauz im nördlichen Harzvorland für das Jahr 2020

 

 

 

Die Aktivitäten im Berichtsjahr 2020 begannen mit großer Euphorie im Februar mit den Vorbereitungen der Bestandserfassung von Steinkäuzen in unserem Projektgebiet. Den schon fast traditionellen Workshop zur Erläuterung der Erfassungsmethode im März mussten wir leider aufgrund der Pandemie ausfallen lassen. Im weiteren Jahresverlauf wurden die gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Pflege- und Arbeitseinsätze auf den Streuobstwiesen auf ein Minimum reduziert. So fand nur ein Pflegeeinsatz auf der Streuobstwiese an der Gersdorfer Burg im Mai statt.

 

Durch die Erfassung im Jahr 2020 sowie durch Hinweise von anderen ehrenamtlichen Ornithologen und Naturschützern konnten so viele Nachweise von Steinkauzrevieren und Brutpaaren wie noch nie im bisherigen Projekt zusammengetragen werden (Abb. 1).

 

 

Abb. 1 Bestandsverlauf des Steinkauzes im nördlichen Harzvorland und im Großen Bruch.

 

 

Durch den besonderes engagierten Einsatz einer Naturschutzbeauftragten gelangen mehrere neue Nachweise von Steinkauz-Brutpaaren im Projektgebiet. Zudem wurde eine Steinkauzbrut in der Nähe von Ballenstedt fotografisch über die gesamte Saison begleitet und dabei interessante Einblicke in das Verhalten und „Familienleben“ während der Aufzuchtsphase der Jungvögel gewonnen.

 

Im Großen Bruch bei Wulferstedt wurden erneut zwei Brutpaare festgestellt. Bei einem Brutpaar konnten drei bis vier Jungvögel festgestellt werden. Neben diesen Nachweisen gibt es zudem Hinweise auf mindestens ein weiteres Revier in der Umgebung von Wulferstedt. Weitere Steinkauznachweise gelangen im westlichen Teil des Großen Bruches in der Nähe von Jerxheim und Hornburg (beide Niedersachsen). Laut Aussagen der Beobachter sind diese Reviere bereits im Jahr 2019 besetzt gewesen. 

 

Abseits des Projektgebietes wurde uns zudem ein Reviernachweis vom Steinkauz vom Petersberg (nördl. Halle/Saale) gemeldet. Dies ist äußerst interessant, da nicht klar ist, ob dieser Vogel aus dem Projektgebiet aus dem Harzvorland oder aus dem südlichen Sachsen-Anhalt stammen könnte. 

 

 

In der Auswilderungssaison 2020 wurden insgesamt 39 junge Steinkäuze ausgewildert. Die nachgezüchteten Jungtiere wurden an drei Hauptstandorten ausgewildert. Wegeleben und Ditfurt konnten in diesem Jahr nicht genutzt werden. Die meisten Aussetzungen erfolgten bei Wulferstedt am Großen Bruch und zwischen Quedlinburg und Badeborn (Bereich der Seweckenberge). 

 

Die langjährige Beweidung der Streuobstwiese auf der Gersdorfer Burg durch Heidschnucken wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Die bereits im letzten Bericht erwähnte Planung der Ersatzpflanzungen auf der Streuobstwiese bei Wegeleben konnten im Herbst 2020 nicht realisiert werden und wurde auf den Herbst 2021 verschoben. 

 

In diesem Sinne hoffe ich auf weitere erfolgreiche Jahre für den Steinkauz in unserem Projektgebiet. 

 

 

 

 

 

Eckhard Kartheuser

2. Vorsitzender

 

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